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Alanya

Umgeben von 6km langen Festungsmauern,  befindet sich die Alanya Burg auf einer 10ha grossen Halbinsel und hat  hellenistische, römische, byzantinische, seldschukische und osmanische Zivilisationen gehostet.

Die erste Gründungszeit  und die Gründer sind unbekannt. Alanya wurde im IV.Jahrhundert vor Christi zum erstenmal vom Geographer Scylax  als  Korakesion(Coracesium) erwähnt. Strabon definiert Korakesion als die erste gesehene Stadt wenn man Cylicien von westen betretet und gibt an, dass sie auf einem sehr steilen Felsen gegründet war, der sehr schwierig besetzt werden konnte.
Wegen seiner natürlichen Verteidigungsleichtigkeit mit nur einer kleinen Truppe und dem geschützten Hafen wurde Korakesion ein idealer Unterschlupf für Piraten und Meuterer und ein Hafen und Zentrum für die Piraten im II.Jahrhundert vor Christi. Die mit grossen  Steinblöcken und Mörtel errichtete hellenistische Festungmauer der Mittelburg von Arap Evliyası bis Ehmedek stammt aus der Zeit von Diototos Tryphon, der Burgherrscher im II.Jahrhundert vor Christi.
Das Piratentum endete 65 vor Christi mit dem Sieg des Römers Pompeius in der Seeschlacht vor Korakesion. In der römischer Zeit wuchs die Stadt  durch Neubauten und der Erweiterung der Mauern zu. Zu dieser Zeit wurden im Namen der Kaiser Münzen geprägt. Münzenbeispiele sind im Archeologischen Museum von Alanya ausgestellt.
In der byzantinischer Zeit wurde Alanya Burg mit dem Namen Kalonoros (schöner Berg) ein wichtiger Orientantionspunkt für die Seemänner  und der lebendigste Hafen im Mittelmeer. Die Kirche in der Mittelburg, Arap Evliyası, die Klosterruinen auf der Cilvarda Landzunge und die Mauerreste mit den runden Türmern stammen aus der byzantinischer Zeit.
Im Jahre 1221 wird die Burg von seinem Herrscher Kyr Vart dem anatolischem Seldschuken Sultan Alaaddin Keykubat I.  ausgehändigt und als Alaiye umbenannt. Durch eine grosse Neuerbauung verstärkt  Alaaddin Keykubat I. die alten Mauern, und errichtet auch neue  Mauern und bringt Alanya zu seinem Höhepunkt. Die heutigen Mauern, grossen Zisternen, die Werft, der Roter Turm, das Arsenal, der Akşebe Grab und der Palastkomplex sind manche von Alaaddin I. errichteten Bauten. Ehmedek, die kleine Moschee Akşebe, Andızlı Moschee, der seldschukischer Badehaus(hamam) und das Badehaus in der Aşağı Kale  (Unterer Burg) stammt aus der seldchukischen Zeit.
Mit der Einahme von Alaiye erwarb der anatolischer seldschukischer Staat neben einer mächtigen Burg auch einen festen Stützpunkt auf dem Meer und im Land. Der aufblühender Binnen- Aussen- und Transithandel  trug Alaiye auf einem besonderem  Platz.
Alaiye wurde in der zweiten Hälfte des 14.Jahrhunderts als eine prominente Handelsstadt der anatolischen Seldschuken  ein wichtiger Flottenstützpunkt, ein Handelszentrum, der mit Ägypten und Syrien feste Verbindungen hatte und als ein Schiffbauzentrum einer der wichtigsten Städte in Anatolien und im Mittelmeer. Neben den ägyptischen Handelsleuten, die grösstenteils für die im Schiffbau benutzten  berühmten Zedern kamen, kauften die Handelsleute von Genova, Venedig und Florenz hier Gewürz, Zucker und Leinen. Pegolotti zeigt in seinem Buch “practura della mercatura” eine Vergleichtafel zwischen den Gewichten und Massen in Alanya und  Italien. Die ägyptischen und syrischen Handelsleute gingen mittels dem Alanyaweg auch zum Schwarzenmeer.
Nach dem Fall des seldschukischem Reiches war Alaiye für eine kurze Zeit unter dem Herrschertum des zyprischen Königsreiches(1293). Nach dem  Fürstentümer von Karamanien und Alaiye begann die osmanische Verwaltung(1471).
Die Süleymaniye Moschee, der Basar und die traditionellen Alanya Häuser stammen aus der osmanischer Periode.
In der republikanischer Zeit wird Alaiye entsprechend dem Wunsch von Mustafa Kemal Atatürk, der die Stadt besuchte, als Alanya umbenannt.
Viele in- und ausländische Reisende erwähnten die Alanya Burg. Ibn-i Batuta bemerkt, dass von hier Holz nach Alexandrien, Damietta und anderen ägyptischen Städtten exportiert wurde(1332); gegen 1650 vergleicht Katip Çelebi die Pracht der Alanya Burg mit Burg  Bagdad und erzählt, dass hier Baumwolle, Seide und Sesam produziert wurden; Evliya Çelebi bemerkt, dass in der Mittelburg, wo 300 Häuser waren, die Süleymaniye Moschee und die kleine Akşebe Moschee, eine Zisterne, Häuser ohne Innenhof; in der Unterburg zwei medrasa, sechs Kinderschulen, drei Herberge, ein Badehaus(hamam), ein Brunnen, 150 Laden und alle Strassen in Treppenform waren und der Transport mittels Maultier und Eseln ausgeführt wurde.
In seinem Buch “Alai’yye” teilt Setton Llyod die Alanya Burg mittels den Festungsmauern in fünf Regionen ab. Die erste Region ist eine halbmondartige Form, die vom Roten Turm bis zur Werft reicht; die zweite Region ist die geneigte Fläche über der ersten Region; die dritte Region reicht von Ehmedek bis zur Inner Burg, die vierte Region ist die Inner Burg und die fünfte ist die Region mit der Cilvarda Landzunge.

 

 

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